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Freiheit und Grenzen (I)

Meine innere Freiheit ist unendlich.

Ich bin frei mir meine Grenzen zu setzen.


Milena Maria


Diese Worte flossen mir gestern zu. Und ich begann darüber nachzudenken...

Freiheit ist ein grosses Thema in meinem Leben. Ich beobachte, dass wie freier ich im Innern bin, die Freiheit im Äusseren wächst. Ich erinnere mich an eine Situation, wo ich einen lieben Bekannten mit der Gitarre am Strassenrand sah, als ich mit dem Velo auf dem Weg zum Wald war. Ich freute mich, ihn zu sehen und wir musizierten zusammen. Auf der kleinen Wiese direkt neben der Strasse. Unsere eigenen Herzenslieder und Mantras. Fühlend und intuitiv dazu bewegend. Ich beobachtete mich, wie ich mich etwas verspannte und uns gleichzeitig von aussen sah. Was denken wohl die Leute, die durchlaufen und uns sehen? Wir sehen ein bisschen aus wie Ver-rückte, die frei von der Leber singen. Und das Lustige ist, es stimmt ja; die meisten Menschen würden sich das wohl nicht getrauen. Ich fragte mich, was ich tun würde, wenn ich nicht von der (von mir selbst (vor)angenommenen) Meinung anderer geleitet würde. Und da machte es Klick. Wie eine Mini-Erleuchtung gewann ich wieder ein Stück mehr innere Freiheit. Mein Körper entspannte sich augenblicklich und ich sang frei von der Leber weg, mit offenem Herzen, und es fühlte sich gut an.


Wieder wurde mir bewusst, dass ich mir meine Grenzen selber setze. Zum grössten Teil unbewusst. Viele übernommen durch gesellschaftliche Normen, konditioniert, durch Erfahrungen erlangt oder einfach mal angenommen ohne genaueres Prüfen. Grenzen an sich sind neutral. Es ist der Ort, wo Wachstum geschehen kann. Der Aufenthalt an der eigenen Grenze kann spannend, interessant und anstrengend sein. Darum ist es umso wichtiger, kann man immer wieder zurück in der eigenen Mitte ankommen, entspannen, auftanken und einfach so angenommen sein. Ausgleich schaffen. Oft weiss man erst genau, wo sich die Grenze befindest, wenn sie überschritten wurde oder man sie selbst überschritten hat. Dies kann sehr unangenehm und hart und gleichzeitig auch sehr lehrreich sein. So weiss man beim nächsten Mal, wo die eigene Grenze ist, und kann vielleicht besser für sich einstehen. Auch ohne die Grenzüberschreitung kann man erahnen und körperlich spüren, wo sich die Grenze befindet. Interessant finde ich den Ursprung der Grenze herauszuspüren. Angst oder Integrität? Wenn ich mich immer in meiner Mitte und Komfortzone befinde, kommt die Grenze mit der Zeit näher zu mir, ohne das ich etwas tue. Mein Handlungsspielraum wird kleiner. Bin ich nur an der Grenze und finde nicht in die Mitte, brenne ich aus. Reiner Überlebensmodus. Ebenso wird der Handlungsspielraum auf das Notwendige reduziert. Ich wünsche den Menschen, die sich stets an der Grenze befinden, dass sie in sich Räume des Vertrauens, der Liebe, der Stille schaffen können, auch wenn diese im Aussen noch nicht vorhanden sind. Damit sie einen Augenblick ausatmen und loslassen können. Und die Menschen, welche stets gemütlich in der Mitte verweilen, fordere ich auf, mutig zu sein und immer wieder ihre Grenzen, das noch Unbekannte zu erkunden, damit sie über sich selbst hinauswachsen können. Denn wenn beides möglich ist, das Verweilen in der eigenen Mitte, im wohligen, bekannten Raum sowie das Entdecken, Erkunden und Erforschen - Erfahren - an der eigenen Grenze, ist es ein wundervolles Spiel! So kann man das Potential, welches das Leben einem bietet, am besten ausschöpfen.


Also: Find your inner peace and/or step out of your comfort zone. ;)

Haha, Scherz.:) Du bist natürlich frei, wie Du Dein Leben gestalten möchtest. Dazu gehört auch, sich bewusst von antrainierten, hinderlichen Grenzen zu befreien oder bewusst Grenzen setzen zu lernen. Das liegt als erwachsener Mensch in meiner Selbstverantwortung. Ich merke, ich komme richtig in Schwung und könnte wohl ein ganzes Buch darüber schreiben, da sich mehr und mehr Türen in meinem Geist dazu öffnen und weitere Assoziationen in meinem Kopf aufploppen. Das lass ich für heute und knüpfe später mit weiteren Gwunderworten damit an.


Jetzt lade ich Dich ein zu beobachten, wie diese Worte in Dir anklingen. Wo befindest Du Dich im Moment gerade? Kannst Du es als ein Spiel zwischen den beiden Polen (innere Mitte und Grenze) wahrnehmen oder hast Du das Gefühl, Dein Handlungsspielraum ist gerade etwas zu klein für Dich? Und Du möchtest vielleicht sogar etwas daran ändern? Braucht es ein bisschen mehr Mitte oder mehr Mut für Dein Gleichgewicht?


Viel Gwunder wünsch ich uns beim Ausprobieren und Spielen; beim Entdecken an und mit den Grenzen und zuerst ein gutes Ankommen bei Dir Selbst.


Von Herzen Milena Maria


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